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Bibliothek Europa: Was ist die Welt?
Meisterwerke der europäischen Literatur und Philosophie
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Narrado por:
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Sven Görtz
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Jürgen Fritsche
Acerca de este título
Die Hörbuchbox „Was ist die Welt?" aus der „Bibliothek Europa" präsentiert Meisterwerke der Literatur und Philosophie in großer Vielfalt der Genres, Themen und Epochen, jeweils mit einer kurzen Erläuterung eingeleitet vom Herausgeber Sven Görtz. Was in der Vergangenheit neuartig und innovativ war, erscheint uns heute oft als veraltet, doch lehrt uns die Geschichte, dass auch unser aktuelles Neues bald überholt sein kann: Jules Verne schrieb mit „In 80 Tagen um die Welt" einen Abenteuerroman auf der Basis des höchsten technischen Standards des 19. Jahrhunderts und hat ein spannendes, zeitloses, hoch sympathisches Werk geschaffen. Wer ein Drama „Viel Lärm um nichts" nennt, muss schon enormes Selbstbewusstsein und Glauben an die eigene Kunst besitzen; William Shakespeare besaß beides und sein Stück aus dem Jahr 1599 ist ein Feuerwerk an Geist, Witz und Dramatik. Bevor der Philosoph Friedrich Nietzsche seine großen Werke veröffentlichte, schrieb er nur für sich einen kurzen Text, der zahlreichen Denkern nach ihm ein Standard für sprachkritische und erkenntnistheoretische Analysen werden sollte: „Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne". Was wäre ein europäisches Weihnachten ohne die Gier und Profitsucht anprangernde und die seelenvolle Menschlichkeit feiernde Erzählung „Eine Weihnachtsnacht" von Charles Dickens? Fast so etwas wie ein Konzert ohne Musik! Und dass Musik auch ein immer still mitsingender Teil unserer sprechenden Sprache ist, dass Worte wie Klänge eines Akkordes schwingen und uns in ungeahnte Melodienwelten tragen können, das zeigt uns der symbolistische Dichter Paul Verlaine mit seinem Band „Mondlicht auf den Klängen". Eine alte Geschichte neu erzählt ist der Roman „Hiob" des Österreichers Joseph Roth, jedoch mit anderem, ganz anderem Ende als in der Bibel. Das Bühnenstück Hugo von Hofmannsthals „Jedermann" ist nicht nur seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Salzburger Festspiele, sondern auch eine existenzielle Parabel über Sinn und Gehalt unseres Lebens. Dass ein machtvoller Herrscher auch die hohe Kunst der Feder beherrscht, ist äußerst selten; dass er sie als Philosoph in der Kunst der geschliffenen kurzen Gedanken in Form von Aphorismen beherrscht, ist einmalig: Die „Selbstbetrachtungen" des römischen Kaisers Marc Aurel sind ein beeindruckendes Werk voll geistiger Redlichkeit und praktischer Weisheit. Mit „Kannitverstan und andere Geschichten" erhebt Johan Peter Hebel die Volkskunst des einfachen Erzählens auf ein hohes künstlerisches Niveau, und was als einfache Kalendergeschichten beginnt, mündet bei ihm in große Literatur in kleiner Form.
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